Die Langzeitfolgen von Rhonchopathie

Schnarchen wird oft als ungute, aber harmlose Krankheit abgetan. Doch leider ist Rhonchopathie, wie es mit medizinischem Fachausdruck heißt, nicht ganz so ungefährlich wie viele Leute denken. Zwar werden immer wieder Witze über das Schnarchverhalten anderer gemacht, aber chronisches Schnarchen kann der Gesundheit tatsächlich schädigen. Darüber hinaus ist statistisch gesehen jeder 3. Erwachsene in Deutschland von Rhonchopathie betroffen. Dazu kommen noch die Personen, die unter dem ganzen nächtlichen Krach zusätzlich leiden. Wir betrachten deshalb die Langzeitfolgen von Schnarchen und geben ein paar Tipps, wie man das Schnarchen verhindern kann.

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Wie kommt es zur Rhonchopathie?

Rhonchopathie oder auch Schnarchen ist ein weitverbreitetes nächtliches Phänomen. Allgemein bezeichnet man als Schnarchen Geräusche, die durch vibrierendes Gewebe entstehen. Solche Vibrationen werden durch eine Verengung der Atemwege hervorgerufen. Durch diese Verkleinerung des Atemkanals wird die Luft durch die Atemwege gepresst, was einen hohen Druck erzeugt. Dieser Druck ist wiederum verantwortlich für das vibrierende Gewebe.

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Mögliche Ursachen von Schnarchen

  • Eine mögliche Ursache für das Schnarchen ist zu wenig Spannung in der Mund- und Rachenmuskulatur. So können in der nacht der Unterkiefer, die Zunge und der Weichgaumen zurückfallen und die Öffnung des Atemweges einschränken. Faktoren wie Alter, Alkohol, Schlaf- oder Beruhigungsmittel können die Muskelentspannung und somit das Schnarchen ebenso fördern.
  • Ein genetisch bedingter langer und schwacher Weichgaumen und Uvula (Zäpfchen). Überschüssiges Gewebe kann die Atemwege stark beeinträchtigen.
  • Verdickte Kehlwände, die gegen die Atemwege drücken und diese verschmälern können eine mögliche Ursache für Ronchopathie sein. Rauchen, Übergewicht und Sodbrennen können Gründe für die Verdickung sein
  •  Eine blockierte Nase ist eine bekannte Ursache von Schnarchproblemen. Dies kann temporär auftreten, wie zum Beispiel bei einer Erkältung oder Allergische Reaktion. Oder aber chronisch, bei z.B. chronisch gereizte Nasenschleimhaut oder Nasenscheidewandverkrümmung. In diesem Fall kommt es gezwungener Maßen zu einer Mundatmung, die einen Unterdruck im Hals und somit Schnarchen verursacht.
  • Bei Kindern ist die Ursache für Ronchopathie oftmals vergrößerte Mandeln.  

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Die Folgen von Ronchopathie

Ist Schnarchen gefährlich?

Schnarchen kann harmlos sein, wenn es nur ein temporäres Problem ist. Manchmal erwischt es einen mit einer Grippe oder man hat Allergien, wobei die Nase verstopft wird. Dann kann das Schnarchen schon mal unfreiwilliger Weise auftreten. Darüber hinaus gibt es ein paar einfache Möglichkeiten das harmlose Schnarchen in den Griff zu bekommen. Verlust von Gewicht, das Rauchen aufgeben und der Verzicht auf Alkohol vor dem Schlafengehen haben eine positive Wirkung auf das Schnarchverhalten. Manchmal ist das Schnarchen allerdings chronisch und zieht unangenehme gesundheitliche Folgen nach sich. Wenn das der Fall ist, dann sollten geeignete Maßnahmen getroffen werden.

6 unangenehme Folgen des Schnarchens:

1. Chronische Müdigkeit

Menschen die unter Schnarchen leiden schlafen weniger tief, als nicht schnarchende Menschen. Die kann im Laufe der Zeit zu extremer oder sogar chronischer Müdigkeit werden. Die Folgen davon können Kopfschmerzen, Konzentrationsprobleme, verminderte Stressresistenz und Reaktionsgeschwindigkeit sein.

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2. Herz-Kreislauf-Krankheit

Schnarchen kann auch Probleme mit dem Herzen und den Blutgefäßen verursachen. Wissenschaftler haben so zum Beispiel einen Zusammenhang zwischen Schnarchen und hohem Blutdruck, Herzrhythmussstörungen und Schlaganfällen hergestellt. Zum Teil sind diese Sympotme natürlich auch mit dem Lebensstil verbunden, aber auch das sind Langzeitfolgen von Schnarchen.

3. Psychologische Probleme

Neben den körperlichen sollten die psychischen Folgen der Ronchopathie nicht unterschätzt werden. Die verminderte Schlafqualität führt zu Müdigkeit, die wiederum auf Dauer psychische Probleme verursachen kann. So zum Beispiel Reizbarkeit, Stimmungsschwankungen, Motivationsprobleme und Angstzustände. Über die Zeit können die psychischen Symptome auch in einer Depression münden.

4. Beziehungsprobleme

Die Partner von Schnarchern leiden oftmals sehr unter der nächtlichen Lärmbelastigung. Laut Forschern kann das Schnarchen bis zu eineinhalb Stunden Schlaf pro Nacht vom Bettnachbarn kosten. Das kann zu  ernsthaften Beziehungsproblem führen. Entweder nimmt der eine das Leiden in Kauf oder der andere muss aus dem Schlafzimmer weichen und auf die Couch umziehen. Beides keine optimale Lösung für eine gesunde Beziehung. Hier kann ein offenes Gespräch ohne Schuldzuweisung helfen. Außerdem sollte der Schnarcher, die negativen Folgen für seinen Partner nicht unterschätzen.

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5. Refluxkrankheit

Wenn Magensäure in die Speiseröhre zurückfließt nennt man das eine gastroösophageale Reflux-Krankheit auch genannt Sodbrennen. Das ist ein lästiges brennendes Gefühl in der Brust. Schnarchen erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Rückflusses aufgrund der Druckveränderung, durch welche das Schnarchen ausgelöst wird. Darüber hinaus geht der Reflux oftmals mit Fettleibigkeit Hand in Hand, was auch wiederum eine Ursache für Schnarchen ist.

6. Demenz

Forschungen des New Yorker Universitätszentrums für Kognitive Neurologie haben gezeigt, dass schwere Schnarcher in jüngerem Alter öfter Gedächtnis- und Denkprobleme und Demenz entwickeln als Nicht-Schnarcher. Die Forscher sind vorsichtig mit der Schlussfolgerung: Schlafprobleme sind höchstwahrscheinlich sowohl ein Frühsymptom als auch ein Risikofaktor für diese Probleme.

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Was hilft gegen Schnarchen?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, wie Sie die Schnarchbeschwerden einschränken können:     

  • Ein Mandibular Repositioning Device (MRA) oder Anti-Schnarchschiene. Auf diese Weise lösen Sie die Schnarchbeschwerden an der Quelle: Sie verhindert Blockaden des Atemwegs, indem der Unterkiefer in einer leicht vorgezogenen fixenPosition in der Nacht gehalten wird. Ein MRA ist das effektivste Mittel gegen Schnarchen und auch wissenschaftlich getestet: 90% der Schnarcher profitieren davon.     

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  • Ein Nasenspray oder Nasenspreizer ist dann hilfreich, wenn Sie mit nasalen Symptomen zu kämpfen haben, die das Schnarchen verursachen.

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